Leseprobe: TURNNATIONEN

Hauptziel ist, die Wahrnehmung der Sportarten zu verbessern
Eiskunstlaufen als Vorbild


Kanadas Turnverband arbeitet wie ein Wirtschaftsunternehmen und verlässt sich nicht
auf die Hilfe des Staates

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Fast 8000 km Ausdehnung vom Atlantik bis zum Pazifik, drei der 10 längsten Flüsse der Welt fließen dort: Kanada liegt flächenmäßig in der Welt an zweiter Stelle direkt hinter Russland, als Turnnation aber steht es oft im Schatten der anderen, nicht zu letzt des südlichen Nachbarn USA.

Für das vorolympische Jahr hat man sich im nationalen Verband Gymnastics Canada Gymnastique (GCG) aber durchaus große Ziele gesetzt. "Wir hoffen auf jeden Fall darauf, dass wir eine komplette Mannschaft für 2004 qualifizieren werden, d.h. vier SportlerInnen im Trampolin und sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen eine komplette Mannschaft im Turnen", sagt Jean-Paul Caron, Präsident und Chief Executive Officer von GCG. "Was die Gymnastik angeht, wird diese Sportart im Moment noch von einem eigenen Verband verwaltet, der aber langsam in den GCG integriert wird. Dieser Prozess müsste innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Die Qualifikation als Gruppe ist wahrscheinlich realistischer als die einer Einzelgymnastin. Das Hauptziel ist aber, dass wir in jeder Disziplin mit vollen Mannschaften vertreten sind."

Businessplan und Direktorenkolleg
Der Titel Chief Executive Officer verdeutlicht es, GCG ist nicht wie die europäischen Verbände organisiert. Caron erkläutert: "Wir arbeiten wie ein kleines Unternehmen, es ist eher wirtschaftlich orientiert, wir haben einen Businessplan. Ich weiß, dass das Amt des Verbandspräsidenten in vielen europäischen Verbänden ein Ehrenamt ist. Bei uns ist es ein Vollzeitjob, der die Positionen des Präsidenten und des CEO zusammenfasst."

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