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Leseprobe:

Mitja Petkovšek ist zusammen mit Aljaz Pegan der Turner, der Slowenien international Profil verlieh. Nach seinem Barrensieg bei der EM in Bremen erhielt er den Einzelstartplatz seines Verbandes für die Olympischen Spiele und fuhr mit berechtigten Hoffnungen nach Sydney. Doch ein Patzer direkt zum Auftakt seiner Übung machte alle Medaillenträume zunichte. Beim Weltcupfinale in Glasgow gelang dann der ganz große Wurf - zu seiner eigenen Überraschung: "Im Vorfeld hatte ich viel mit Verletzungen zu kämpfen, ich war eigentlich mehr unter dem Barren als auf ihm. Andere haben hier wohl mehr von mir erwartet als ich..."

"Nur ein dummer Fehler!"

Mitja, nach der EM in Bremen haben viele erwartet, Dich auch in Sydney auf dem Treppchen zu sehen....
Von den Olympischen Spielen war ich sehr enttäuscht. Ich war sehr gut vorbereitet, ich hatte mich vor einem Wettkampf noch nie so gut gefühlt, so perfekt, als könnte ich alles tun. Die Nacht vor dem Wettkampf habe ich auch noch hervorragend geschlafen, und dann ist alles an einem dummen Fehler gescheitert...

Das Erlebnis Olympia bleibt also in negativer Erinnerung?
Nein, Olympia insgesamt hat mir schon Spaß gemacht. Von der Stadt habe ich allerdings nicht viel gesehen, ich war ausschließlich fürs Turnen in Sydney. Die Stadt und die Umgebung hatten wir schon im Februar bei den Vorolympischen Spielen besichtigt und etwas von der Atmosphäre mitbekommen. Jetzt ging es nur um den Sport.

Dein Trainer Edvard Kolar ist noch sehr jung, ist das ein Vorteil in Eurer Beziehung?