|
Leseprobe:
Marius
Urzica
Der
Kunstreiter
Derzeit unschlagbar:
Olympiasieger Marius Urzica gewann
auch in Cottbus
|
|
Marius, keiner
wäre überrascht gewesen, wenn Sie nach Ihrem Olympiatriumph vom Spitzensport
zurückgetreten wären. Was hat Sie bewogen, Ihre Karriere fortzusetzen?
Mir ist die Umstellung auf den neuen Code de Pointage recht leichtgefallen.
Deshalb habe ich mich entschlossen, bis Athen 2004 weiterzumachen. Ich
fühle mich noch topfit und denke, dass ich an meinem Spezialgerät Pauschenpferd
weiterhin um die Medaillen mitturnen kann - auch in Athen.
Mittlerweile besitzen
Sie den Status einer "Pauschenpferd-Legende" wie einst Miroslav Cerar
oder Zoltan Magyar. Andererseits haben Sie auch überzeugende Beweise ihrer
Allround-Qualitäten abgeliefert: z. B. mit dem 8. Platz am Reck bei den
WM 1997 und dem 8. Rang am Barren bei den EM 2000. Wieviel Trainingszeit
reservieren Sie für das Pferd?
Ich kann nicht ausschließlich Pferd trainieren, das würden meine Sehnenscheiden
nicht mitmachen. Da habe ich manchmal Probleme. Aber etwa 60 Prozent der
Trainingszeit beschäftige ich mich vor großen Wettkämpfen schon mit dem
Pauschenpferd, um auch die nötige Stabilität zu erlangen. Eine bis anderthalb
Stunden sind das Minimum. Was die Schwierigkeiten betrifft, habe ich mich
vor Sydney zur Sicherheit auf einen theoretischen Ausgangswert von 10,1
festgelegt. Ich hätte aber auch 11 vorlegen können.
Kann man Nervenstärke
und Stabilität á la Urzica trainieren?
Ich zumindest kann es. Üben, üben, üben für die Stabilität, und für die
Konzentration simuliere ich im Training öfter Wettkampfsituationen, schotte
mich ab und melde die Übung wie für den ‚Ernstfall' beim Trainer an.
Sind Sie am Pferd
mal mit der Idealnote 10 bedacht worden?
<<
LEON*
Home
<< LEON*
- Archiv
.
|