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Leseprobe: Hintergrund Mobbing
im Land des Lächelns Rhythmische Sportgymnastik kann schön sein - wenn man den Blick stur auf die Übungen richtet. Denn hinter den Kulissen, so klagen Fans und Fachleute gleichermaßen, sind alberne Machtspielchen und irrationale Intrigen an der Tagesordnung. Einen vorläufigen Tiefpunkt erreichte die Sportart bei den Europameisterschaften Anfang Juni im spanischen Saragossa, als der Wettkampf endgültig zur Farce verkam. Mitfavoritin Jelena Witrtischenko wurde in der Qualifikation auf Platz 9 runtergepunktet, insgesamt wurde 30 (in Worten dreißig) mal die Höchstnote 10 vergeben und eine 9,950 reichte teilweise nicht mehr für eine Finalteilnahme. Aus Protest gegen die skandalösen Wertungen entschloss sich Witritschenko, nicht mehr am Mehrkampf teilzunehmen. Die 23jährige durchlebt vor ihren zweiten Olympischen Spielen die schwerste Zeit ihrer Karriere: Ihr eigener Verband versucht sie systematisch aus dem Sport zu mobben. Der Start in Sydney steht in den Sternen...
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