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Was war das
eigentlich für eine EM?
Team-EM in Riesa war ein
eklatanter medialer Fehlversuch
Von Eckhard Herholz,
GYMmedia
Schafft doch mal
ein Ereignis, nach dem sich die Fernsehanstalten alle Finger ablecken
würden, (TV)-mediengerecht, überschaubar, attraktiv!
... so etwa lautete
die dringende Aufforderung seitens der EBU (European Broadcasting Union)
und anderer Fernsehmacher bereits 1993 auf einem FIG-Kongress in Alicante.
Der Brite Richard Bunn von der EBU setzte sich mehrfach vehement dafür
ein, z.B. auf dem UEG Kongress 1999 in Bratislava. Nun bleibt zu seiner
Ehrenrettung nur zu hoffen, dass er an dem in Riesa Mitte Mai zelebrierten
Veranstaltungs-Monstrum nicht beteiligt war. Denn das kann kein Fernsehmann
gewollt haben.
Da bestellt man sich
zwölf Länder, um in einem umständlichen Qualifikationsverfahren vier zu
eliminieren - zum Gähnen langweilig. Die besten acht Länder waren eh leicht
ablesbar aus den EM 2000 (Kommentar des UEG-Präsidenten Klaus Lotz: "Ich
habe von Anfang an nur 8 Mannschaften gewollt, ich bin aber überstimmt
worden.").
Es bleibt ein Geheimnis, wie man dem gastgebenden MDR letztlich
40 Sendeminuten aus dieser Qualifikation am Sonnabend "aufschwatzen" konnte
, sicher mit dem letzten Argument, dass man wenigstens die Gruppe mit
Gastgeber Deutschland gegen Italien vorverlegte. Welch Frust für einen
Reporter und seine Zuschauer, wenn er sich verabschieden muss: Also, hier
geht's noch fünf Stunden weiter, wer sich qualifiziert, steht erst heute
Abend fest. Morgen erfahren sie dann das Resultat der Besten.
Morgen... ? Am Finaltag
hatte der Hostbroadoaster aber überhaupt keine Sportsendung im Programm
...
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