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Quo vadis RSG? Von
Sonja Schmeißer, |
Nun
steht es fest: Die RSG-Europameisterschaften 2003 finden vom xxx in Riesa
statt. Ein nach dem Modus wirklich attraktiver Wettkampf: Am Start sind
die europäischen Gruppen-Nationalmannschaften, die besten Junioren-Gruppen,
dazu die 16 besten Einzelgymnastinnen der vergangenen EM - da könnte
einem doch das RSG-Herz höher schlagen. Könnte? "Die RSG stellt sich heute als eine Sportart ohne Zukunft dar", "was gezeigt wird ist stereotyp, die Übungen werden zerbrochen, das künstlerische Element geht mehr und mehr verloren," "nicht nur, dass die Ästhetik auf der Strecke bleibt, auch die Gesundheit der Gymnastinnen ist gefährdet!" Mit ähnlichen Zitaten aus dem letzten Jahr könnten wir eine halbe LEON*-Ausgabe füllen. Die Einschätzungen sind vom Fach - DTB, Gymnastin, UEG - und alle betreffen das derzeit gültige Reglement. |
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Beschlossen vom Technischen Komitee RSG der FIG nach den Olympischen Spielen
2000, wurden aufgrund eines weltweiten Sturms der Entrüstung im Jahr
2001 Nachbesserungen dieses Regelwerks versprochen. Bis auf ganz geringe
Korrekturen hat sich nichts getan. Nun sollen sich nach den Gruppen-WM
in New Orleans im Juli grundlegende Änderungen vollziehen. Diese
Ansprache kennen wir schon - sie wurde uns vor der WM in Madrid und vor
dem Jahreswechsel in gleicher Weise gehalten. Die Botschaft hör'
ich wohl... Jeder Verband kann sich solche Aktiven nur wünschen, die mit unendlichem Fleiß, mit sportlichen Höchstleistungen, mit Charme und künstlerischem Ausdruck ihr Publikum begeistern. Sie haben ein Reglement verdient, das ihr Können und ihre künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten befördert und nicht verhindert, das sie in ihrer Entwicklung voranbringt und nicht zurückwirft, das sie gesund erhält und nicht Verletzungen provoziert. Denn: "Es ist der schönste Sport der Welt", sagt die mehrfache Weltmeisterin Jelena Witritschenko aus der Ukraine, "...und dennoch, es ist die schönste, weiblichste, aber auch trainingsintensivste Sportart", meint Sandy Liebehenschel aus Schmiden, mittlerweile Tanz-Elevin - beide mit nicht ganz unproblematischen RSG-Erfahrungen. Auch
mit solchen Zitaten könnten wir die halbe Ausgabe füllen. Und
deshalb freuen wir uns - natürlich - auf die EM 2003 in Riesa , auf
das Grand Prix Turnier im September in Berlin, auf alle anderen bevorstehenden
Wettkämpfe. Zumal wir davon ausgehen, dass der Wille nach Veränderung
weltweit so groß ist, dass die FIG doch noch reagieren wird. << LEON* Home << LEON* - Archiv . |
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