Leseprobe:

Lisa Ingildeeva zeichnet viel aus, vor allem:
Eine natürliche Bewegungsanmut



Bewegungsanmut und saubere technische
Ausführung zeichnen Lisa besonders aus.

Die 14-jährige Gymnastin vom TSV Schmiden avancierte mit fünf Titeln zur überragenden Teilnehmerin der Deutschen Meisterschaften vom 23. bis 25. Mai 2003 in Düsseldorf

Von Sonja Schmeißer

Lisa ist erst 14 Jahre jung, das muss man sich ab und zu wieder ins Gedächtnis rufen, denn was sie kann und wie elegant sie agiert, ist nicht unbedingt typisch für dieses jugendliche Alter.

Sie wirkt auf dem Gymnastikteppich reifer, und wenn sie sich freigeturnt hat, gelingt ihr hin und wieder schon der spielerische Umgang mit dem Handgerät, wie man es bei den ganz Großen der Sportart durchgängig sehen kann.

"Die Ballübung ist sehr schön"

Lisa ist sehr, sehr selbstkritisch. Wenn sie also mit sich selbst zufrieden ist, dann war sie wirklich gut. Die vollgepackten Übungen, die das internationale Reglement verlangt, fordern ihren Tribut: Ganz fehlerfrei über einen Vierkampf zu kommen, gelingt Lisa bisher eher selten (aber wem, außer den Weltbesten, gelingt das überhaupt?). Man merkt ihr mit zunehmendem Wettkampfverlauf an, wie die Kondition nachlässt - zumal gerade in Düsseldorf zwei volle Mehrkämpfe und vier Finals zu bestreiten waren.

"Die Übung mit Keulen ist mein schwerster Vortrag, da bin ich meistens aufgeregt vorher. Die Ballübung ist sehr schön und liegt mir auch sehr; umso mehr ärgere ich mich, wenn dann Fehler passieren!" Das war auch beim Düsseldorfer Mehrkampf wieder der Fall, wenn auch nicht so spektakulär wie bei den EM in Riesa, als ihr in letzter Sekunde der Ball davon rollte.



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