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Muss
Leon drin sein,
wo LEON* draufsteht?

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EDITORIAL
Neues,
Ungewohntes ruft Widerspruch hervor, das ist normal. Nicht anders bei
LEON*, dem Nachfolger des OTA-Turnmagazins, das unter diesem Namen ein
Jahrzehnt lang die Freunde des Spitzensports informierte. Bei LEON* scheint
es jedoch vor allem der Titel zu sein, der Gemüter erregt, aber auch Kreativität
freisetzt und zu weiteren Vorschlägen wie "Ebse", Nadia" oder "Alfred"
animiert. Muss eine Fachzeitschrift für Modellbahntechnik "Die Lok" heißen,
das Segelflug-Fachorgan "Der Segelflieger" oder die Hauspostille der Petri-Jünger
"Der Angler"? Muss sie nicht. Zahlreiche Zeitschriften- und Magazintitel
an einem gut sortierten Bahnhofskiosk beweisen, dass nicht drin sein muss,
was draufsteht. Ob Amica, Max, Petra, Lea, Stern oder wie sie alle heißen
mögen. Über Originalität läßt sich im Allgemeinen zweifellos genauso streiten
wie im Besonderen über die Kunstwörter der Zeitschriftenbranche. LEON*
könnte solch ein Kunstwort sein, das die Funktion erfüllt, die auf der
Titelseite genannten Sportarten, die nicht alle olympisch sind, unter
ein gemeinsames publizistisches Dach zu holen. Doch LEON* schlägt darüber
hinaus die Brücke von der Modernität eines neuen Magazins zur Historie,
zu den Wurzeln des Spitzensports Kunstturnen. Und das scheint mir eine
ganz gelungene Kombination. LEON* wird sich als Magazin-"Marke" verselbständigen,
und an den Bahnhofskiosken greifen eines Tages Leute neugierig zu, die
auch bei "Men's Health" erst mal blätternd den Inhalt ergründen müssen.
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Apropos Inhalt:
Es dürfte auch den Titel-Kritikern, die das (allumfassende)
Wort Turnen vermissen, nicht entgangen sein, dass der OTA-Nachfolger nicht
nur im neuen Design, sondern auch komplett vierfarbig, mit 8 Seiten mehr
Inhalt und einem umfangreicheren Statistikteil erscheint. Trotz höherer
Kosten das alles zum gleichen Abo-Preis. Die Weichen für die Einsparungen
im Druckbereich hatte zuletzt bereits OTA-Chef Jürgen Uhr gestellt. Ob
weitere Qualitätszuwächse möglich sind, entscheiden jetzt allein die künftigen
Abonnenten.
Ich
bin da voller Hoffnung Ihr Andreas Götze
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