Leseprobe:

Birgit Schweigert - trotz Prüfungsstress:

Lady of Power

Birgit Schweigert
pendelt zwischen
Großbritannien und Deutschland

Birgit Schweigert steht über den Dingen - die sportliche Dominanz der 19-Jährigen aus Bergisch Gladbach, die für das TTT Köln startet und hauptsächlich in Großbritannien lebt, ist in Deutschland unangefochten. Zwischen den Abiturprüfungen jettete sie mal eben nach Berlin, um die Mannschaft im Länderkampf gegen Weißrussland zu führen und absolvierte cool ihr gewohntes Programm. Vorher hatte sie schon für die Team-EM in Riesa ähnlichen Reisestress auf sich genommen. Ganz nebenbei startete sie dieses Jahr auch noch für ihren Gastverein Leatherhead & Dorking bei den britischen Mannschaftsmeisterschaften. "Sie war die beste Turnerin ihrer Mannschaft und hat auf jeden Fall einen entscheidenden Beitrag zu ihrem vierten Platz geleistet", befand Rowena Pearce, Fotografin und Trainerin in Großbritannien. Ein zweiter Platz hinter Oksana Tschussowitina bei einem internationalen Turnier in Pottsville sowie ein Auftritt in Riesa, der auch die eine oder andere internationale Kampfrichterin aufhorchen ließ, sollten Schweigert ruhigen Gewissens in die WM-Vorbereitung gehen lassen.

Auch beim Länderkampf in Oranienburg, erstem Mannschaftstest für die WM im Herbst, war Birgit Schweigert die dominierende Teilnehmerin. Teamchefin Petra Theiss weiß, was sie an ihr hat: "Ich bin Birgit sehr dankbar, dass sie sich trotz des Prüfungsstresses hier zur Verfügung gestellt hat. Sie hat für den Zusammenhalt im Team den größten Anteil geleistet." Der Teamgeist war deutlich zu spüren und vielleicht auch das Ergebnis des gemeinsamen Trainingslagers mit den Weißrussinnen vor dem Länderkampf. "Die Stimmung in der Mannschaft ist super", erklärte die Leipzigerin Conny Schütz, "der Lehrgang in Kienbaum hat uns für das Mannschaftsgefühl sehr geholfen. Denn wir haben uns ja vorher eigentlich gar nicht gekannt."

 


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