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Leseprobe: Europameisterschaften 2001 in Genf: Tolles Niveau bei permanentem Ärgernis Von Sonja Schmeißer
(Foto: Gerhard Buchmiller) |
Mit soviel Harmonie hatte man in Genf gar nicht gerechnet, aber diese 17. Europameisterschaften in der Rhythmischen Sportgymnastik waren ein Jahr nach den "Skandal-EM" von Saragossa nicht nur ein Championat mit sportlichen Glanzlichtern, sondern alles in allem auch eine rundum gelungene Veranstaltung. 300 Gymnastinnen zeigten ihre Übungen vor einer beeindruckenden Zuschauerkulisse (am Qualifikationstag 2.500, bei allen Finalveranstaltungen mindestens 3.000), die Organisation war sehr gut, die Stimmung begeisternd. Die Leistungen der Kampfgerichte - das vielleicht mit der größten Aufmerksamkeit verfolgte Thema - kann man zumindest zum überwiegenden Teil als objektiv bezeichnen. Über 130 Medienvertreter verfolgten die Wettkämpfe im "Centre sportif de Vernets", die sportlich von Russland dominiert wurden. 7 der 8 EM-Titel gingen an die Russinnen, nur der Gruppen-Titel mit Bällen / Seilen ging an Weißrussland. Insgesamt waren19 Erwachsenen- und 23 Juniorengruppen sowie die besten 17 Einzelgymnastinnen der EM 2000 am Start. Also eine EM ohne Beanstandungen? Das wäre nun wieder zu schön, um RSG zu sein: Das neue Reglement der FIG wurde auch bei diesen Titelkämpfen zum Standard-Ärgerniss, das sich negativ wie ein roter Faden durch alle Wettkämpfe zog.
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