Leseprobe:

Interview mit dem neuen
DTB-Präsident
Rainer Brechtken

Ein Vorturner
mit Visionen


Rainer Brechtken
bei seiner Antrittsrede
auf dem DTB-Turntag
in Leipzig

 

Er kokettiert mit seinem fehlenden Turnverständnis, bezeichnet sich als Seiteneinsteiger und "Maulturner" (immerhin!), ist passionierter Langstreckenläufer und seit dem Deutschen Turntag in Leipzig Präsident von 4,65 Millionen Mitgliedern im Deutschen Turner-Bund. Der 55jährige Schwabe Rainer Brechtken kennt sich allerdings aus in der Materie, denn seit 1994 ist er Präsident des Schwäbischen Turnerbundes, seit 1996 Vizespräsident des DTB und weiß, wo Turn-Bartel den Moscht holt. Nun spielt der ehemalige Politische Staatssekretär im Wirtschaftsministerium Baden-Württembergs und jetziger SPD-Landtagsabgeordnete eine Präsidenten-Doppelkopfpartie und will als Nachfolger von Schöngeist Dieckert dessen erfolgreichen Kurs fortsetzen und - natürlich - auch einiges besser machen. Wir erkundigten uns beim neuen Vorturner der Nation nach seinen Überlegungen zum Spitzensport.

Der DTB, das sind zirka 90 Prozent Breiten- und gesundheitsorientierter Sport und 10 Prozent Wettkampf-, bzw. Spitzensport. Was darf das Häuflein an der Spitze von Ihnen erwarten?
Ich will schon die bisherige Politik des Präsidiums und des Gesamtverbandes fortsetzen und diesen Spagat zwischen Breiten- und Spitzensport aushalten. Der Spitzensport muss begreifen, dass die Basis des DTB - und damit auch seiner Arbeit - die Vielfalt und Breite im Deutschen Turner-Bund ist. Der Breitensport wiederum muss daran mitwirken, dass wir einen leistungsfähigen, profilierten, zugleich aber humanen Leistungssport entwickeln. Nur so können wir uns als Fachverband profilieren und medienwirksam nach außen auftreten. ...

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