Leseprobe:

TRAMPOLIN-EM 2000

"Uns fehlen Trainer und Aktive"

Interview mit Cheftrainer Michael Kuhn

 

Mit sechsmal Gold, sechsmal Silber und einmal Bronze setzten sich die deutschen Trampolinturnerinnen und -turner bei den Europameisterschaften vom 16. - 22. Oktober in Eindhoven eindrucksvoll in Szene und belegten in der Nationenwertung hinter Russland (11/4/5) Rang zwei. Geradezu sensationell der Auftritt der Junioren, die mit sechsmal Gold und einmal Silber das Championat so souverän beherrschten, wie man es früher nur von sowjetischen Aktiven kannte. Karsten Kuritz (TSB Schwäbisch Gmünd) avancierte mit drei Titeln sogar zum erfolgreichsten Trampoliner der EM. Für Cheftrainer Michael Kuhn eine kleine Entschädigung für das etwas unglücklich verlaufenen Olympia-Debüt Wochen zuvor in Sydney. LEON* sprach mit dem Stuttgarter, der ab 1. Januar 2001 beim DTB mit einer Vollzeitstelle als verantwortlicher Bundestrainer angestellt ist.

Nun wieder an der Spitze in Europa, das gibt doch Auftrieb auch für den neuen Full-Time-Job im kommenden Jahr...
Sicher, die Bilanz war gut, ähnlich wie bei den EM 1998 in Dessau. Dabei lief durchaus nicht alles optimal. In der Synchrondisziplin haben Anna (Dogonadze-Lilkendey) und Tina (Ludwig) Gold verschenkt, das muss man so sagen, als der zehnte Sprung auf die Matte ging. Schade - mit 0,3 Punkten Rückstand Silber. Anna zeigte hier im Einzel wieder eine phantastische Leistung, wurde Zweite hinter der Olympiasiegerin Karawajewa. Das hätte in Sydney durchaus auch so sein können, aber ihre Krankheit hatte ihr da einen Strich durch die Rechnung gemacht. Für sie war dieser Erfolg bei den EM deshalb sehr wichtig. ...

 

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