US-Doppelspitze in Melbourne

Anastasia Ljukin - Chellsie Memmel
 - in trauter Zweisamkeit beim WM-Abschlussbankett
Foto: MINKUSimages


Ljukin - Memmel:

Die Tausendstel-Inszenierung

Anastasia Ljukin präsentierte sich mit je zweimal Gold und Silber als erfolgreichste WM-Turnerin aber Chellsie Memmel gewann den Mehrkampf

Es hätte ihr großer Auftritt sein sollen. Seit Jahren schon gilt sie als das kommende Golden Girl des Turnens:
- Anastasia Walerijewna Ljukina, geboren am 30. Oktober 1989 in Moskau, wohnhaft in Texas. Nastia Ljukin heißt sie dort. Unter diesem Namen wurde sie schon dreimal USA-Juniorinnen-Meisterin, und dieses Jahr holte sie erstmals den Titel bei den Seniorinnen.
Sie ist eine echte Sportprinzessin – der Vater Valeri Ljukin Reck-Olympiasieger 1988, die Mutter Anna Kotschnewa, ehemalige Sportgymnastin, Weltmeisterin 1987 mit den Keulen. Nastia ist in der Turnhalle aufgewachsen, trainiert mittlerweile zwischen 30 und 35 Stunden in der Woche. Ein Werbespot, eine kleine Rolle in einem Kinofilm, jede Menge Interviews – Ljukin war schon der Star der WM, ehe sie an die Geräte ging. Und der US-Verband weiß, was er an ihr hat. Sie und nicht die amtierenden Weltmeisterin am Barren Chellsie Memmel wurde in der späteren Startgruppe in die Qualifikation geschickt. Die Rechnung ging auch auf – Ljukin gewann die Qualifikation vor Memmel. Aber im Mehrkampf stand am Ende Memmel oben – mit einem Abstand von 0.001 Punkt.

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<< zurück zur Startseite       << zurück zur Übersicht 06 / 2005