Simone KUHLMANN...

- Dritte mit dem Team des Rheinischen Turnerbundes beim Deutschlandpokal 2006
(Foto: H.-J. DÖRRER))

Sabrina KLAESBERG
(Kampfrichterin):


"... Ziel von Pflichtübungen ist es, die Perfektion einzelner, auch einfacher Elemente zu erreichen".
(Foto: Archiv GYMmedia)

 

Die neuen Pflichtübungen – eine kleine Revolution?
Ab 2007 gilt ein einheitliches System von Pflichtübungen für den Breiten- wie Spitzensport bei Turnerinnen und Turnern

In dieser Ausgabe beschäftigt sich LEON* mit den neuen Pflichtübungen, die ab dem 1. Januar 2007 für das Gerätturnen männlich wie weiblich verbindlich sind. Offiziell vorgestellt werden sie erst im September dieses Jahres beim „1. DTB Turn-Turnkongress“ in Bad Vilbel. Wir werfen einen Blick auf die Entstehung, die Ideen und Ansprüche und dokumentieren verschiedene Statements.

Es gab auf den ersten Blick verständliche Skepsis auch unter Experten: Wie soll eine junge Spitzenturnerin, deren Ziel die Teilnahme an Olympischen Spielen ist, mit den gleichen Pflichtübungen groß werden wie ein junges Mädchen, das sich ein, zwei Mal die Woche an den Geräten übt, um bei einer Gaumeisterschaft sein Können zu zeigen?

Die Diskrepanzen schienen unüberbrückbar, doch genau diese Brücke wurde nun mit den Übungen gebaut. In jahrelanger Arbeit sind sie von Trainerexperten aus den verschiedenen Leistungsbereichen, Kampfrichtern und Trainingswissenschaftlern entstanden. Hauptverantwortlich zeichnen das Technische Komitee Gerätturnen mit Birgit Lummer an der Spitze sowie seitens des Präsidiums Sibylle Richter (Vizepräsidentin Sport).

Wirklich eine Revolution?

Das neue System möchten die Verantwortlichen als „kleine ‚Turnrevolution‘“ verstanden wissen. Dies ist es mit Blick auf die Geschichte der jahrzehntelangen Trennung der Leistungsbereiche theoretisch, also aus Sicht der Funktionäre, zweifellos. Aus Sicht der TrainerInnen und vor allem der Turnerinnen selbst werden – und man sollte meinen: zum Glück – nicht alle Koordinaten des bestehenden Systems gestürzt und ins Gegenteil verkehrt. Die bislang bekannten Details der Übungen deuten darauf hin, dass es sich um ein gut durchdachtes, die fachliche Methodik und den Leistungsaufbau berücksichtigendes Gebäude handelt

Worum es bei den neuen Übungen genau geht und was das Ziel dieser „Revolution“ ist, erfahren Sie in der neuen LEON* – ein Abonnement lohnt sich!

<< zurück zur Startseite       << zurück zur Übersicht 04 / 2006