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Hambüchen:
dritte WM-Mehrkampfmedaille für einen Deutschen |
Ein Wettkampftagebuch über
Fabian Hambüchen Stationen
eines Wechselbades Donnerstag 19. 10.
- Mehrkampffinale: Das Reck und fragende
Gesichter allerseits. Hambüchen setzt an, lässt die Stange los und
hat sie nach dem gehockten Doppelsalto über der Stange sicher wieder in Händen,
er hat auf die Längsachsendrehung verzichtet und so seine beste (und mit
einer A-Note von 6,2 auch ‚einfachste’) Reckübung gezeigt. Ihm folgt
der Chinese Chen Yibing mit Schwierigkeiten beim Kovacs und einer A-Note
von nur 5.6. Hambüchen ist Dritter! Mixed-Zone: Das
kanadische Fernsehen ist schneller als die deutsche Medien-Meute, Fabian
ist die Sprache egal, er sprudelt: „I went through without problems
and had more and more power. It was the best competition I ever did. This
is the best day in my life. Awesome!“ Dann noch mal auf Deutsch:
„Das war der beste Tag meines Lebens, ich bin überglücklich. Als ich
gemerkt habe, dass ich die Abgänge alle stehe, dachte ich, ja, es läuft
einfach perfekt hier.“ Zur Reckübung gab’s
noch eine Erklärung: „No risk, no fun! Natürlich hätte ich
versucht, die 6,8er-Übung zu turnen. Aber dann hab’ ich den Blick von
Vater gesehen und da wusste ich, nee! Er hat dann gesagt, mach’ lieber
ohne Drehung, ich hab’ dann auch nicht diskutiert. Da hat er wohl recht
gehabt!“ Ein wenig Triumph ist da auch zu sehen, denn wie oft hatte
er schon gesagt: „Ich habe mich immer als Mehrkämpfer verstanden“,
und immer wollten alle nur vom Reck reden? Ja, wer hätte denn gedacht... Das komplette Tagebuch
über Fabian Hambüchen sowie weitere Berichte über die deutschen Turner
und Turnerinnen finden Sie im aktuellen LEON*– |