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FIG-Präsident
Bruno Grandi

Bruno
Grandi zeigte sich bei den WM in Aarhus empört über die
seiner Meinung nach ungerechte Bewertung des Venezolaners Carmona.
(Foto: Volker MINKUS)
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06 / 2006
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Neuer Code de Pointage auf dem
WM-Prüfstand:
„Gelungene
Revolution“
... aber gegen Probleme bei der subjektiven
Wertung weiß
FIG-Präsident Bruno Grandi auch kein probates Mittel
Es gibt Dinge, die Bruno Grandi empören, über die er sich
gestenreich aufregt und für die er, zumindest in seiner Muttersprache,
dann auch sehr klare Worte findet. Soeben hat er mit ansehen müssen, wie
der venezolanische Ringeturner Regulo Carmona eine finalreife Übung
gezeigt hatte: eine A-Note von 7,0 und eine nicht nur nach Grandis Einschätzung
hervorragende Ausführung. Das B-Kampfgericht hingegen zeigte sich recht
einig und platzierte den Venezolaner so, dass eine Finalteilnahme bereits
zu diesem Zeitpunkt außer Reichweite war.
„Es ist eine schreiende
Ungerechtigkeit, eine Schande. Es ist keine Frage: Wäre dieser Turner
nicht aus Venezuela, sondern aus einem traditionell starken Land, er hätte
viel mehr Punkte bekommen“, wettert Grandi und spricht gar
von einem System, „dass das Turnen vollständig zerstören wird“.
„Diese Kampfrichter sind sich selbst am nächsten, sie sehen das Trikot
der eigenen Mannschaft und vergessen alles, was sie gelernt haben.“
Ist Abhilfe in Sicht
?
Grandi kennt sich gut genug aus: Er weiß genau, was es bedeutet, wenn
Kampfrichter für Turner arbeiten. Es ist ein hochkomplexes Geschäft, in
dem in erster Linie mit Zehntelpunkten gehandelt wird und nur ein
langwieriges Studium jeder Note jedes einzelnen Kampfrichters ergibt in
der Zusammenschau der teilnehmenden Nationen eine Art Diagramm der
Weltmeisterschaft, an dem sich erkennen lässt, welche Länder gute oder
sehr gute Beziehungen pflegen.
In LEON* 06 zieht Bruno
Grandi eine (überwiegend positive) Zwischenbilanz der neuen
Wertungsvorschriften – ein Abonnement
lohnt sich!
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