Boden-Champions 2006:
 


Die WM-Medaillengewinner am Boden: Gold für Marian Dragulescu (ROM/Mitte), Silber für Diego Hypolito (BRA/l.) und Bronze für Kyle Shewfelt. (re)

Elyse Hopfner-Hibbs holte in Aarhus mit Bronze am Balken die erste WM-Einzelmedaille für Kanadas Turnerinnen.   (Fotos: Volker MINKUS)

Kanadische Überraschungen:

Kyle der Schauspieler
Kyle Shewfelt im Turnfilm „White Palms“ zu sehen / Kanadas Männerteam nun in der Weltspitze / Erste Einzelmedaille durch Elyse Hopfner-Hibbs

Der erfahrene Kyle Shewfelt, Boden-Olympiasieger von Athen 2004, übernahm es, die Leistung seines Teams zu kommentieren: „Unser Ziel war es, als ein Team aufzutreten und der Welt zu zeigen, dass es ein kanadisches Team gibt.“ Shewfelt gewann im Bodenfinale für das kanadische Männerturnen zudem die Bronzemedaille und brachte seine Haltung darüber, was im Idealfall auf der Matte geschieht, folgendermaßen auf diesen Punkt: „Ich versuche immer, schön zu turnen und ich freue mich sehr, wenn Menschen das schätzen können.“

Dass der sehr elegante und ungewöhnlich eloquente 24-Jährige über die Bodenmatte hinaus zu schauen vermag, zeigt nicht zuletzt sein Engagement in der Rolle des Kyle Manjak in „White Palms“. In dem 2006 angelaufenen ungarischen Film von Regisseur Szablocs Hajdu kommt Miklós Dongo, gespielt von Zoltán Miklós Hajdu, als Trainer nach Kanada, um sich um die jungen Talente des Altadore Gymnastic Club (an dem Kyle Shewfelt tatsächlich seine Karriere begann) zu kümmern. Miklos hatte im Ungarn der frühen achtziger Jahre extrem unter dem brutalen Trainingsregime von Puma und seinen ambitionierten Eltern gelitten, war als Fünfzehnjähriger in einen russischen Zirkus geflohen und rekapituliert seine Vergangenheit nun, als ihm in Kanada der talentierte Kyle Manjak anvertraut wird und die beiden sich anfreunden. Der Film wurde beim Filmfestival in Toronto 06 gezeigt und erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei den ungarischen Filmwochen.

Den gesamten Artikel sowie ein Interview mit Kanadas Programmdirektor Jeff Thomson lesen Sie in LEON*  – ein Abonnement lohnt sich!

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