Bundesliga-Finale 2006:
 


Jubel beim Deutschen Meister SC Cottbus, dessen Roman Sosulja (Ukraine) sich mit 163 Punkten das Gelbe Trikot des Top-Scorers sicherte – vor Philipp Boy (Cottbus/131) und Thomas Taranu (Straubenhardt/115).

Foto: nbbpress

  Beim Finale in Heidelberg zeigte die Bundesliga ihre jugendliche Seite

Tolle Stimmung, gute Show
Ein begeistertes Publikum, volle Tribünen mit insgesamt 9000 Zuschauern an den zwei Tagen, Turnkost vom Feinsten und eine erfrischend lockere Wettkampfpräsentation – das waren die auffälligsten Erscheinungen dieses Bundesliga-Finalwochenendes vom 16. bis 17. Dezember in der Rhein-Neckar-Halle von Heidelberg-Eppelheim. 
Für die DTL zeigte sich darin zweifellos eine neue Dimension ihrer Arbeit, im Wesentlichen zu verdanken dem Ausrichter KTG Heidelberg.

Als Wermutstropfen bei diesem DTL-Finale – und dafür konnten die Heidelberger Gastgeber nun wahrlich nichts – erwies sich ausgerechnet das Meisterschaftsfinale der Männer zwischen Cottbus und Straubenhardt.
Von vornherein war klar, dass bei diesem David-gegen-Goliath-Duell die Spannung auf der Strecke bleiben würde. Denn die KTV Straubenhardt als Titelverteidiger musste auf ihre vier besten Leute verzichten: Fabian Hambüchen und Jeffrey Wammes weilten zur gleichen Zeit beim Weltcupfinale in Sao Paulo. 
Thomas Taranu hatte sich einen Kapselanriss an der Schulter zugezogen und fiel damit genauso aus wie Alexej Grigoriew nach einen Mittelhandbruch.


Tolle Atmosphäre in der Rhein-Neckar-Halle von Eppelheim.

„Dass wir nicht gewinnen konnten, war klar“, meinte anschließend ein nicht übermäßig enttäuschter KTV-Trainer Herbert Laupp. „ 10 Punkte wollten wir jedoch holen.“ 
Das klappte fast, Cottbus schaffte einen Kantersieg mit 82:9 Punkten und bot insbesondere mit Sosulja und Juckel, mit Woitalla und Boy eine Leistungs-Show von teilweise Weltklasseformat. „Bei dieser Form der Cottbuser hätten wir es auch in Bestbesetzung sehr schwer gehabt“, räumte fairer Weise Herbert Laupp ein. Cottbus’ Trainer Horst Werner widersprach dem nicht, zeigte sich jedoch von der Atmosphäre in der Halle sichtlich beeindruckt. „Vor so einer vollen Hütte zu turnen, ist einfach riesig, das geht am besten. Und vor allem unsere Jungen wollten sich hier präsentieren nach dem Motto: Schaut her, hier turnt der Deutsche Meister.“

Der Bericht über das Bundesligafinale der Männer und Frauen steht in LEON* 01 – ein Abonnement lohnt sich!

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