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Erfinder der "Tippelt-Kontergrätsche" am Barren
Sven
TIPPELT
- ehemals SC DHfK Leipzig -
bei der Uraufführung seines "Tippelt" zur WM 1987 in Rotterdam
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... übrigens:
Vater Frank TIPPELT
war in den sechziger jahren einer der besten deutschen Bodenturner...

... und feiert am 2. Juli 2007 seinen 70. Geburtstag!
Fotos: Karlheinz
FRIEDRICH
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Was macht eigentlich..... Sven Tippelt
?
„Ich beobachte alles
vom Rande“
Der
„Tippelt“ ist bei jedem internationalen Wettkampf präsent – ein
Satz, der stimmt, wenn es um das Barrenelement geht, das diesen Namen trägt.
Sein Erfinder Sven Tippelt, der LEON* spontan
ein langes Interview gewährte, dagegen kann mit dieser Präsenz nicht
aufwarten, doch er kennt sich hervorragend aus in seiner Sportart und bezieht klar Position zu aktuellen und
historischen Fragen.
?..: Wie ging es bei Ihnen beruflich nach dem Sport weiter?
"Ich
habe das Studium in Leipzig aus der Ferne beendet, mit einer Arbeit über
mein Element, den „Tippelt“, eine biomechanische Analyse, das
war sehr interessant. Ich bin also Diplom-Sportlehrer, wollte aber damals
nicht im Hauptberuf Trainer werden, dann schon lieber
Sportwissenschaftler. 1997 habe ich dann eine Umschulung begonnen und bin
seit 2001 Physiotherapeut. Im Moment arbeite ich als Physiotherapeut in
einer Reha-Klinik in Bad Salzuflen, die zur Deutschen
Rentenversicherung gehört.
"
?..: Wie
sehen Sie denn das Turnen heute?
"Also,
wenn es lukrative Trainerjobs gäbe … Aber meistens kann man ja als
Trainer nicht so, wie man gerne möchte. Wenn man nicht gerade in den großen
Zentren, in Cottbus, Stuttgart, Berlin oder in einem privat finanzierten
Verein wie Straubenhardt arbeitet, dann ist es sehr schwierig. Sehen Sie,
jetzt fusionieren hier der Rheinische und der Westfälische Turner-Bund,
aber mehr Geld gibt es nicht, es werden immer mehr Bereiche in das
Ehrenamt abgeschoben. Wenn nicht einzelne Personen sich extrem engagieren,
wie z.B. Wolfgang Hambüchen es macht, dann ist es ganz schwierig.
"
?..: Wie
würden Sie die Entwicklung des Turnens insgesamt einschätzen?
"Ich
sehe die Entwicklung sehr skeptisch: Die Spezialisierung auf ein Gerät
ist gefährlich. Sie mag erfolgreich sein, aber dadurch wird die Belastung
sehr einseitig, es werden immer die gleichen Strukturen extrem belastet.
Damit ist das Verletzungsrisiko höher, das kann nicht gut sein, und außerdem
wächst die Gefahr nachzuhelfen.
"
?..: Sie
meinen, mit unerlaubten Mitteln nachzuhelfen?
Ja,
wenn nur ein "Gerät ganz gezielt trainiert wird, dann kann man auch
sehr gezielt nachhelfen. Ich will nicht unterstellen, dass oder gar wo so
etwas geschieht, aber die Gefahr ist da. Für einen Sechskämpfer hingegen
sind die Anforderungen so vielfältig, es müssen so viele verschiedene
Aspekte berücksichtigt werden, wenn man an allen Geräten gut sein
will, dass es überhaupt kein Thema wäre. Das ist ja gerade der Wert und
der Vorteil des Mehrkampfes.
"
Das
komplette, doppelseitige Interview mit dem dreifachen
Olympiamedaillengewinner von 1988 ist in LEON* 03 nachzulesen
– ein Abonnement
lohnt sich!
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