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Europameisterschaften 2 0 0 7
Amsterdam
Oksana
Tschussowitina,
Sprungsilber, erste EM-Medaille
Foto: MINKUSimages
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Gestreckt
oder gebückt?
Eine deutsche Grundsatzdiskussion am Sprung der Frauen
Oksana
Tschussowitina konnte mit 31 Jahren doch noch eine Premiere feiern
– nach neun Weltmeisterschaften und vier Olympischen Spielen erlebte sie
in Amsterdam ihre erste Europameisterschaft – mit Silber am Sprung
1990 stand sie im
Aufgebot der UdSSR-Riege bei der Junioren-Team-EM. Damals belegte sie in
der Einzelwertung Platz zwei hinter Teamkollegin Tatjana Gutsu.
Dieser Wettkampf wurde eingestampft, die Sowjetunion verschwand von der
Landkarte und Gutsu beendete ihre Karriere schon 1992. Nur Tschussowitina,
der Duracell-Hase unter den Turnerinnen, hielt durch. Als Vertreterin
Usbekistans war sie bei Europameisterschaften nicht startberechtigt, als
Vertreterin des DTB sehr wohl.
Die
Favoritin mit Problemen
Am Sprung war sie in
Amsterdam die klare Favoritin. Auch wenn Teamchefin Ulla Koch nicht müde
wurde, auf die Stärke von Carlotta Giovannini zu verweisen, schien
der Titelgewinn für Tschussowitina mehr Formsache denn Herausforderung.
In der Qualifikation landete sie den ersten Sprung fast im Sitz, den
zweiten – Tsukahara mit 1 ½ LAD – stand sie sehr sicher und nötigte
damit eine gehörige Portion Respekt für ihre Routine ab. „Oksana
war nach dem ersten Sprung geschockt, aber danach hat sie wieder richtig
gut in den Wettkampf gefunden“, erklärte Koch anschließend. Aber
der Teufel steckte in der A Note – 5.5 für den ersten Sprung statt der
erwarteten 5.9. Das A-Kampfgericht hatte hier nur einen Überschlag-Salto
vorwärts gebückt mit 1/1 LAD statt des angekündigten gestreckten Saltos
gesehen …
Die
Frage „gestreckt oder gebückt“ entschied über Gold oder Silber.
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