WM 2007, Favoriten ....

YANG, Wei (CHN)
der dreifache Weltmeister von 2006, will auch in Stuttgart auf das oberste Mehrkampf-Treppchen.

Die „Großen Drei“ 
des WM-Mehrkampfes von Aarhus: Weltmeister Yang Wei, Silbermedaillengewinner Hiroyuki Tomita und der „bronzene“ Fabian Hambüchen.


Fotos: MINKUSimages 

WM 2007: Mehrkampf-Favoriten...

Yang Wei, Mehrkampf-Weltmeister 2006

Der Imposante
Als am 8. Februar in Xiantao in der Provinz Hubei ein kleines Kerlchen das Licht der Welt erblickte, gaben ihm seine Eltern den Vornamen Wei – der Imposante. Als ob sie damals schon geahnt hätten, dass aus ihrem Sohn etwas ganz Besonderes wird.

Inzwischen ist Yang Wei 27 Jahre alt und bereit, den chinesischen Traum zu erfüllen. Bei den Olympischen Spielen in Peking soll er die Mannschaft zu Gold führen und eine Medaille zurückerobern, die nach chinesischem Verständnis nur einem Chinesen gebührt: Gold im Mehrkampf.

Bei den Olympischen Spielen in Sydney war Yang Wei nahe dran. Nur etwas mehr als ein Zehntel fehlte zu Olympiasieger Alexei Nemow. Trotz dieses Schönheitsfehlers stieg der 1,63 m kleine, schüchterne Athlet zum Star des chinesischen Kunstturnens auf und verdrängte den extrovertierten Li Xiaopeng in der Publikumsgunst.

Die Katastrophe in Athen 2004

Seither, so scheint es, hängt das Wohl und Wehe der chinesischen Männerriege von ihrem Vorturner ab. Nach zweijähriger Abgeschiedenheit im Trainingszentrum kehrte Yang Wei bei der WM 2003 in Anaheim auf die internationale Bühne zurück. Wieder gab es Gold mit dem Team und Silber im Mehrkampf, das Terrain für einen Triumph bei den Olympischen Spielen in Athen schien bereitet.

Doch 2004 wurde zur Katastrophe für das chinesische Kunstturnen. Yang Wei flog vom Reck und wurde als bester Starter aus dem Reich der Mitte Siebter, die Mannschaft stürzte auf Rang fünf ab. Vorbei zogen die Rivalen Japan und Südkorea – eine ganze Nation war entsetzt. Öffentlich entschuldigte sich Yang Wei bei seinen Landsleuten für seine Leistung und die seiner Mitstreiter.

2006 wurde zum Jahr der Revanche. Bei den Asienspielen in Doha und der WM im dänischen Aarhus zogen die Chinesen an ihren Nachbarn vorbei, nicht zuletzt dank des imposanten Auftritts von Yang Wei, der sich in Dänemark die Goldmedaillen mit dem Team, im Mehrkampf und am Barren umhängen durfte und zum Sportler des Jahres gewählt wurde.

Weitere Porträts über
Fabian Hambüchen, Cheng Fei, Vanessa Ferrari, Hiroyuki Tomita, Maxim Dewjatowski, Oksana Tschussowitina oder den Geheimtipp Shawn Johnson finden Sie in der
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