Daria Joura (AUS)


Die 17-jährige Daria Joura 
war Mehrkampf-Fünfte der WM 2006 und Zehnte der WM in diesem Jahr in Stuttgart.
Foto: Minkus

 IM PORTRÄT

Daria JOURA etabliert sich in der Weltspitze

"Ich mag es, wenn ich auffalle!"

Die Australierin beeindruckte beim Weltcup in Stuttgart und bei den vorolympischen Spielen in Peking

“Gut für das Ego”, sei ihr erfolgreicher Auftritt beim Weltcup Ende Oktober in Stuttgart gewesen, bekennt Daria Joura freimütig. “Unser schlechtes Abschneiden bei der WM hat die Welt geschockt, glaube ich. Wir hätten jedenfalls niemals damit gerechnet, dass wir so schlecht turnen.“
Statt eines sicher geglaubten Platzes im Teamfinale war für die Australierinnen bei der WM lediglich Rang elf herausgesprungen.

“Im Anschluss an die WM hat sich das ganze Team – und hiermit meine ich alle Funktionäre, Turnerinnen und den Trainerstab – zusammengesetzt und analysiert, wie es zu diesem schlechten Auftritt kommen konnte. Wir haben begriffen, dass wir lernen müssen, unter Druck zu turnen und mehr Wettkampferfahrung brauchen. Und unser Ergebnis hier ist das Resultat”, sagt sie mit einem zufriedenen Lächeln.

Siebenmal gingen die australischen Turnerinnen in Stuttgart an den Start, Ergebnis: sieben Finalplätze. Joura gewann Gold am Boden, Silber am Barren und Bronze am Sprung, Teamkollegin Lauren Mitchell Silber am Balken und Bronze am Boden. Schon letztes Jahr bei der WM in Aarhus feierte Joura als Fünfte des Mehrkampfes einen gelungenen Einstand in der Weltspitze, dieses Jahr belegte sie Platz 10.

Jede Übung ist ein kleiner Auftritt

Jede von Jouras Übungen ist ein kleiner Auftritt – keine stellt sich so dem Kampfgericht vor wie sie. Wo andere stur geradeaus schauen, wirft sie den Kopf mit Schwung in den Nacken und verharrt in der Pose. “Das ist einfach mal im Training entstanden. Ich war an dem Tag ein bisschen müde und brauchte etwas, um mich wachzurütteln. Ich habe es beibehalten, denn ich denke, dass ich dadurch auffalle und es so etwas wie ein Markenzeichen ist. Ich mag es, wenn ich auffalle.”

>> Das vollständige Drei-Seiten-Porträt über Daria Joura  können Sie in dieser Ausgabe lesen
   
 
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