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Zentralisierung Ade ...!

Bundestrainer Hirsch (re.) bei der
Analyse vor Ort
Fotos: Volker Minkus
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DTB-Turner mit neuem Konzept:
Einschwören auf
Spitzenleistungen
Abkehr von der Zentralisierung,
Wissenstransfer an die Basis
und neue Wege im Krafttraining
– Männer-Cheftrainer Andreas Hirsch nimmt große Aufgaben in Angriff
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Nachdem
LEON* in Ausgabe 06/2008 das Konzept der
Cheftrainerin Ulla Koch vorgestellt haben, erkundigte sich LEON* auch bei
Männer-Cheftrainer Andreas Hirsch.
Die Objektivierung von Krafttraining, darum geht es Hirsch. Sie soll in
den nächsten Monaten eine zentrale Rolle spielen an allen Stützpunkten, wo
seine Kaderathleten trainieren. „Wir haben uns lange allein auf die
Intuition von Trainern und Turnern verlassen. Damit verschenkt man
Potenzial“, sagt er. |
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Der Cheftrainer
hat viel Energie in die Analyse der Olympischen Spiele gesteckt und noch
mehr in die Formulierung neuer Ziele. In Peking wurde deutlich, dass die
Schwachstelle der Deutschen gegenüber anderen Nationen längst nicht mehr
am Pauschenpferd liegt, sondern an den Ringen.
In Kooperation mit den trainingswissenschaftlichen Instituten der
Olympiastützpunkte in Frankfurt und Berlin sollen deshalb künftig die
athletischen Fähigkeiten der Kaderturner mit Messgeräten erfasst und am
Computer analysiert werden. „Das ist objektiver als Wettkampfleistungen
oder pure Wiederholungszahlen. Außerdem schafft es Wettbewerb und macht
Trainingsmethoden vergleichbar, auch an unterschiedlichen Standorten“,
sagt Hirsch. Außerdem könne er so die Notbremse ziehen, bevor ein
Nationalturner wegen schleichender Überlastung seine Gesundheit riskiert –
allein im Jahr vor Olympia wurden vier von ihnen an der Schulter operiert.
„Was nützen mir die besten Athleten, wenn sie sich regelmäßig vor
internationalen Höhepunkten verletzen?“
Zwei Jahre, um
sich neu aufzustellen
Neuausrichtung lautet das Motto für Andreas Hirsch in diesem Jahr.
„Wir stehen unter dem Druck, uns im Wettbewerb um Fördermittel mit guten
Ideen durchsetzen und zeigen zu müssen, dass wir bereit sind, neue Wege zu
gehen, um uns weiter zu steigern“, sagt Hirsch.
Eines steht fest:
Der einstige Plan der Konzentration der besten Athleten an zwei
Turnzentren in Stuttgart und Berlin wird einem neuen Grundprinzip weichen.
Als das deutsche Turnen vor acht Jahren am Tiefpunkt schien und an
zahlreichen Standorten halbgare Förderungen vor sich hin 'köchelten',
wollte man Mittel bündeln und Synergie-Effekte schaffen.
Vor allem finanziell sollte sich die Zentralisierung lohnen. Doch das
erwies sich als unmöglich: Der Großteil des eingesparten Geldes lässt sich
gar nicht bündeln. Während an zwei Stützpunkten „High-Tech-Gedanken“
umgesetzt wurden, wie Hirsch es nennt, drohten andere Standorte auf der
Strecke zu bleiben, und mit ihnen umfangreiche kommunale Fördergelder.
„Würden wir das fortführen, gingen uns Millionen verloren“, sagt der
Cheftrainer, und außerdem: „Wer sollte dann Talente zuliefern?“
Nicht erst seit dem Erfolg des Modells Hambüchen geht die Tendenz deshalb
wieder zu mehr Flächenförderung.
Auf drei Seiten
wird das neue Konzept der Männer vorgestellt. In der neuen LEON*
– ein Abonnement
lohnt sich!
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