Die Weltcup-Besten...:

Die Olympiasiegerinnen von 2008 und 2004 geben Autogramm: Nastia Liukin (li.) und Carly Patterson.
Foto: nbb press


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Desiree Baumert und Maike Roll im Plausch mit Nastia Liukin beim gemeinsam Training Anfang des Jahres im WOGA-Turnclub von Plano/Texas.
Foto: nbb press

 Nastia LIUKIN: „Ich habe nichts zu verlieren“
Die 19-jährige Olympiasiegerin will das Wagnis WM 2009 eingehen


Es ist nicht leicht, eine Nastia Liukin zu treffen.
Das gilt für Journalisten wie für Freunde der Turnerin gleichermaßen. Seit die 19-Jährige aus Plano bei Dallas (Texas) bei den Olympischen Spielen in Peking fünf Medaillen abgeräumt hat und mit dem Mehrkampf sogar die Königsdisziplin im Turnen für sich entschied, ist die «Sportlerin des Jahres» in den USA zum Superstar aufgestiegen und seither ständig unterwegs. Talkgrößen wie Oprah Winfrey und David Letterman rissen sich um die gebürtige Moskauerin, aber auch Mode-Designer wie der New Yorker Max Azria und Großkonzerne wie VISA schmückten sich mit ihr in ihren Werbespots.


Das Treffen in einem Hotel in Frisco, in dem sie vor rund 1000 aufgeregten Teenagern und Erwachsenen gemeinsam mit ihrer Vorgängerin von 2004, Carly Patterson, eine Autogrammstunde geben soll, verlegt der vom Club verordnete Bodyguard kurzerhand auf ein Hotelzimmer. Denn die Lage in der Lobby droht schon nach wenigen Minuten außer Kontrolle zu geraten. «Das ist manchmal schon nervig», räumt Nastia Liukin ein, aber tauschen möchte sie dennoch nicht. «Ich bin richtig froh, dass ich in Dallas wohne. Kürzlich in New York bin ich aus meinem Hotel gelaufen, da standen schon sieben Fotografen bereit. Ich meine, es war sechs Uhr morgens und sie haben jede Bewegung von mir fotografiert! Da habe ich mir gedacht, meine Güte, das wäre nicht meine Art zu leben», gesteht sie. «Hier in Dallas erkennen dich die Leute manchmal, aber sie sind immer total nett und gratulieren dir. Gleichzeitig lassen sie dir in der Regel aber deine Privatsphäre.»
Dass allerdings diese Folgen ihres Olympia-Ruhms sehr bald verblassen werden, dessen ist sie sich sicher. «Deswegen kann ich es auch jetzt genießen. Denn es wird wohl nicht ewig so bleiben.»

Wie Nastia Liukin das Studium „schmeckt“ und warum sie nun doch weiterturnen will, können Sie in dieser Ausgabe lesen
   
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