Gunter Schönherr...:

Trainer Gunter Schönherr betreute zu seinen Stuttgarter Zeiten auch Marcel Nguyen.
Foto: MINKUSimages
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* Im Interview: Gunter Schönherr, Cheftrainer Nachwuchs

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Seit Januar 2009 zeichnet Gunter Schönherr für den Junioren-Bereich des DTB verantwortlich – vorerst bis 2012. LEON* sprach in Tampere während der EYOF-Wettbewerbe mit dem aus Cottbus stammenden Schönherr, der in den vergangenen Jahren in Stuttgart die Nationalmannschaftsturner betreut hatte.
?- In Deutschland ist es ja häufig so, dass es viele gute Junioren gibt und wenige davon in der Seniorenspitze ankommen. Was ist Ihr Rezept?
"Mein Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen so vorzubereiten, dass sie den Leistungshöhepunkt bei den Männern haben – keine kurzfristige Aktionen, sie sollen ihren Leistungshöhepunkt nicht schon als Junioren haben. Natürlich gibt es immer welche, die nicht weiterkommen. Ich möchte sie auf eine Langfristigkeit vorbereiten, damit sie den Belastungen und Anforderungen im Männerbereich gewachsen sind, darin sehe ich meine Aufgabe. Natürlich werde ich auch beurteilt nach den Ergebnissen bei solchen Wettkämpfen hier oder bei den Junioren-EM, aber das sollte nur eine Etappe sein."

?- Welchen Stellenwert haben dann EYOF, JEM und auch die Olympischen Jugendspiele im nächsten Jahr?
"Ich würde sie eher als Zwischenetappen sehen. Sie sind wichtig, auch für die Motivation der Jugendlichen. Aber man sollte immer daran denken: Was braucht man für technische Grundlagen, was für athletische Voraussetzungen, um auch in den folgenden Jahren erfolgreich zu sein. Die Entwicklung bleibt ja nicht stehen. Es gibt ja Phasen, also am Ende des Jugendbereichs im Übergang zu den Männern, wo die meisten dann auch Abitur machen und weniger trainiert werden kann. Diese Zeit zu überbrücken und den Übergang zu den Männern möglichst nahtlos zu vollziehen, darin sehe ich meine Aufgabe. Gerade bei der Stärke unserer derzeitigen Nationalmannschaft ist es schwierig, dort Anschluss zu finden. Da kann es natürlich passieren, dass wir einige Turner verlieren, und das darf uns eigentlich, bei den wenigen Leuten, die wir haben, nicht passieren."
?- Wie beurteilen die Besten hier?
"Was einige Russen, die führend für mich sind, gebracht haben, ist sehr stark. Gerade der Sieger [David Beljawski], der kann trotz seiner 17 Jahre an vier Geräten bei den Männern mitmachen, das war wirklich gut. Und die Schweizer, die zwar inhaltlich nicht so stark sind, haben uns mit ihrer Ausführung und ihrer Haltung vorgemacht, wo wir hinmüssen."
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Interview: Sandra Schmidt 

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