Matthias Fahrig:

Der 23jährige Matthias Fahrig vom SV Halle springt bei den WM auf Platz vier – nach EM-Bronze dieses Frühjahr in Mailand.


Die Thomasflanken am Boden bringen dem Vize-Europameister Szenenapplaus ein.
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* Matthias Fahrig:
Das Podium zur eigenen Showbühne gemacht


Matthias Fahrig
liebt und genießt den Auftritt vor großem Publikum wie kaum ein anderer. Für ihn wurden die Wettkämpfe in der mit über 11 000 Zuschauern besetzten WM-Arena von London ein Fest, und das vor allem, weil er sehr gute Leistungen zeigte.

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Die Chance bekommen und sie genutzt

Auch über seine Entwicklung in den vergangenen Jahren sprach Fahrig offen:
„Meine Wandlung war auch, selber zu sehen, dass ich das Potenzial habe und international konkurrenzfähig bin“, berichtete er. Bundestrainer Andreas Hirsch war sichtlich erfreut: „Das war eine ganz starke Leistung, da freue ich mich auch persönlich für ihn. Er hat gezeigt, dass er keine Eintagsfliege ist“.

Fahrigs Erfolge haben nicht zuletzt Hirschs Linie bestätigt, an ihm festzuhalten und dem Turner durch die klare Vorgabe von Kriterien auch Chancen zu bieten. „Manche tanzen mal nach rechts, manche mal nach links, hier hat jeder das gleiche Recht“, sagte er mit Blick auf die verschiedenen Charaktere in seinem Team, „Ich bin ja nicht die Mutti oder der Vati.“

Dass er konstant gute Leistungen zeigen kann, bestätigte der Sport- und Fitnesskaufmann, der beim Landessportbund Sachsen angestellt ist, an den Finaltagen, an denen das Niveau insgesamt erstaunlich hoch war. Für die Thomasflanken am Boden – dieses Mal ohne Haltungsfehler – erhielt Fahrig gar Szenenapplaus und fügte auf dem Weg vom Podium mit einem rhythmischen Hüftschwung den Tanz an, nach dem ihm vielleicht zumute war. „Die Leute zahlen hier so viel Geld für die Eintrittskarten, da kann man auch mal was anderes zeigen als nur turnen“, hatte er eine Erklärung parat.

 

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