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Hugo
Cesar Giron

Vom schlechtesten
Turner zum besten Trainer: Hugo Cesar Giron.
Im
Turn-Leistungszentrum von Bogotá trainieren Jungen und Mädchen in einer
Halle und müssen sich die Geräte noch mit den Gelegenheitsturnern und
-turnerinnen teilen.
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** Die vierseitige Exklusiv-Reportage über den Spitzensport Turnen im Land
der Drogenbarone lesen Sie in der Juli-Ausgabe von LEON*
– ein Abonnement
lohnt sich!
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Kolumbiens Turn-Präsident Osca Barbosa ist sich sicher:
„Der Sport könnte dieses Land retten“
Trotz
schwieriger Bedingungen zählen Kolumbiens Turner längst zu den besten in
Südamerika – ein Trainingsbesuch in der Hauptstadt Bogotá
„Ich war mal der schlechteste Turner Kolumbiens“, sagt
Hugo Cesar Giron und grinst,
den rechten Mundwinkel hochgezogen. „Heute bin ich der beste Trainer. “
Es fällt nicht schwer, ihm zu glauben, nicht allein seiner Trainingsgruppe
wegen: Eitelkeit scheint ihm völlig fremd zu sein. Mit einer dicken
Winterjacke und offenen Sportschuhen – beide aus dem letzten Jahrtausend –
spaziert er durch die Halle. Er gibt Anweisungen, scherzt mit dem
Verbandspräsidenten Oscar Barbosa
und mit den Frauentrainern, erkundigt sich nach den schulischen Leistungen
seiner Jungs, gibt weitere Korrekturen.
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Turn-Leistungszentrum Bogotà |
Kolumbien sucht...
...Austauschpartner:
Verbandspräsident Oscar Barbosa möchte gerne einen
Austausch mit europäischen Turnzentren organisieren. In Bogotá gibt es
vier voll ausgestattete Turnzentren, die rein sportlich gesehen alles
für ein gelungenes Trainingslager bieten.
** Den Kontakt zu Barbosa vermittelt die LEON*-Redaktion auf
Anfrage gerne. |
Giron ist einer von zwei Bundestrainern in Kolumbien. Der andere ist
Junsuke Iwai, ein früherer
japanischer Hochschulmeister. Er kam vor 30 Jahren wegen einer Frau nach
Kolumbien und hat das Turnen im Land revolutioniert. Erst in den
60er-Jahren hatte der Salesianermönch
Francesco Mosser den Sport hierher gebracht. „Wir waren
früher richtige Latinos, uns war alles egal“, erinnert sich
Oscar Barbosa an die ersten Jahre und lacht. Erst Iwai brachte
Haltung und Spannung in die Hallen. „Irgendwann haben wir dann kapiert,
dass wir zum Teil schwerer turnen, als der Rest der Welt, aber immer weit
hinten landen“, sagt Barbosa. „Unsere Haltung war eine einzige
Katastrophe.“ |